Dienstag, 8. September 2020

Bergsteiger Special Magazin September 2020

Bergsteiger Special
Bergsteigerdörfer der Alpen

Im Doppelpack


2017 wurden die Chiemgauer Orte Sachrang und Schleching Bergsteigerdorf im Doppelpack. Bergsteiger-Autor Michael Pröttel hat die beiden Gemeinden besucht – über den Berg, der sie verbindet: den Geigelstein.

Wenn der Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer seinen ehemaligen Aschauer Kollegen Peter Solnar besucht, würde er als begeisterter Berggeher wahrscheinlich am liebsten den Geigelstein überschreiten. Denn der Weg durch das zwischen Prien- und Achental gelegene Naturschutzgebiet ist wunderschön und verbindet die beiden Gemeinden seit vielen Jahren in Fragen der Forst- und Berglandwirtschaft sowie des Tourismus. 1975 gründete sich wegen einer geplanten Skischaukel die Bürgerinitiative »Rettet den Geigelstein «. Nach Jahren harter Auseinandersetzung wurde der »Blumenberg des Chiemgaus« 1991 schließlich unter Naturschutz gestellt.

Keine Schnapsidee
Bei einem Festakt zum 25. Jubiläum des Naturschutzgebietes kamen die beiden Bürgermeister auf die geografisch und inhaltlich naheliegende Idee, sich gemeinsam als zweites deutsches Bergsteigerdorf zu bewerben. »Bereits in den 90er-Jahren wurde bei uns das Ökomodel Achental gegründet, in dem man gemeinsam mit den Bauern eine klein strukturierte Landwirtschaft und einen möglichst sanften Tourismus umsetzen wollte«, erzählt Josef Loferer. 

Weitere Ziele des Ökomodells sind die Förderung eines naturverträglichen Gewerbes sowie die Nutzung erneuerbarer Energieträger aus der Region.
Dass die Geigelsteinbahn seit 2013 stillsteht, ist für das Bergsteigerdorf laut Loferer kein Nachteil, da den Wanderern gute Einkehrmöglichkeiten viel wichtiger sind: »Das sieht man beispielsweise an der Priener Hütte, die auch ohne Seilbahn von jeher sehr gut besucht wird.« Das Hauptpotential seines Bergsteigerdorfes sieht der Bürgermeister daher eben nicht in Aufstiegshilfen, sondern in den umliegenden Bergen an sich. Vor seinem Rathaus lässt Loferer den Blick über Kampenwand, Hochplatte und Hochgern schweifen und bleibt bei seinem Lieblingsberg hängen. »Die Rudersburg ist ein genauso toller wie unbekannter Aussichtsgipfel, auf dem ich beim Anstieg auf alten Jägersteigen so richtig Kraft schöpfen kann.« 

Mit dem Titel »Bergsteigerdorf« möchte Loferer die Gäste auch für den Umweltschutz sensibilisieren und hofft, »dass auch Tagestouristen ihren Proviant beim mit regionalen Produkten bestückten Dorfladen kaufen.« 
Sachrang Schleching, Tourist-Info Aschau i. Chiemgau

Auf konkrete Projekte angesprochen, sagt er: »Unser großes Ziel ist eine Ringbuslinie rund um den Geigelstein, die beide Gemeinden verbinden und nicht nur Wanderern, sondern auch Schülern und Werktätigen sehr nützen würde.« Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit und auch die anderen Bürgermeister der auf der Strecke liegenden Orte stehen dem Vorschlag offen gegenüber, wie Loferers ehemaliger Amtskollege Peter Solnar in Sachrang erzählt.


Der Weg zu ihm über den Geigelstein führt nach einem schattigen Einstieg durch vitalen Bergmischwald zunächst an der urigen Haidenholzalm vorbei. Das alte Gebäude passt perfekt zum Image »echtes Bergsteigerdorf« und ist das Gegenteil einer Tiroler Touristen-Jausenstation. Es werden nur einfache Almbrotzeiten angeboten. Und auch die etwa 400 Höhenmeter weiter oben gelegene Roßalm hat inmitten blumenreicher Almwiesen ihren urigen Charme bewahrt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich der Naturschutz hier vor gar nicht langer Zeit ein zweites Mal durchsetzte. 2005 sollte eine Almstraße von der Oberkaseralm zur Roßalm gebaut werden. Der Bund Naturschutz verhinderte jedoch mit einer Klage die Durchführung dieses Vorhabens.

Klein aber fein
So wandert man zum Geigelstein nach wie vor über einen wunderschönen, schmalen Bergweg, der über weite, weiche Berghänge zum leicht begehbaren Schlussanstieg führt. Nach drei Stunden Gehzeit befindet man sich am jeweils höchsten Punkt der beiden Bergsteigerdorf-Gemeinden und genießt eine Aussicht, die über das Inntal bis zum Alpenhauptkamm reicht. Steil geht es dann hinab zur sommers wie winters beliebten Priener Hütte und von hier – einziger Wermutstropfen der Geigelstein-Überschreitung – auf einem längeren Abstieg über Forststraßen nach Sachrang, wo Peter Solnar schon wartet.
Als ehemals Stellvertretender Vorsitzender des Gemeindenetzwerks »Allianz in den Alpen« ist der Alt-Bürgermeister von Aschau ein Kenner in Sachen Ortsentwicklung in den Alpen und trieb die Bewerbung als Bergsteigerdorf damals voran: »Aschau legt Wert auf die Qualität, wie sie jetzt schon ist. Klein aber fein. Wir wollten authentisch bleiben und nicht irgendwas machen, damit die Gäste kommen. Die Gäste sollen kommen, weil es hier so ist, wie es ist.« Ganz wichtig waren für Solnar auch die sozialen Nebeneffekte der Bewerbung: »In den Workshops dazu haben sich viele Bürger erst richtig kennengelernt. Man hat sich zusammengefunden und gefragt: Wer sind wir und wo wollen wir hin?« Im Rückblick lässt sich heute sagen: Die Richtung stimmte und stimmt noch immer. In beiden Gemeinden.

Sachrang (Ortsteil der Gemeinde Aschau)
·       Lage: im Priental kurz vor der österreichischen Grenze zwischen Spitzstein und Geigelstein
·       Höhe: 738 m
·       Einwohner: 600
·       Anreise: Mit der Bahn über Prien am Chiemsee nach Aschau im Chiemgau. Von dort weiter mit der RVO-Buslinie 9502 nach Sachrang
·       Wichtige Gipfel: Breitenstein (1661 m), Geigelstein (1808 m), Spitzstein (1596 m), Zinnenberg (1565 m)
·       Hütten: Priener Hütte (1411 m), Spitzsteinhaus (1252 m)

Schleching
·       Lage: im Tal der Tiroler Ache auf der Südseite von Kampenwand und Hochplatte
·       Höhe: 569 m
·       Einwohner: 2000
·       Anreise: Mit der Bahn nach Prien am Chiemsee oder Übersee und von dort weiter mit der RVO-Buslinie 9505 oder 9509 nach Schleching
·       Wichtige Gipfel: Geigelstein (1808 m) , Hochplatte (1586 m), Kampenwand (1669 m)
·       Hütten: Priener Hütte (1410 m), Spitzsteinhaus (1252 m)



Das Bergsteiger Special wird ab 12. September 2020 im Handel angeboten.
Weitere Informationen unter: www.Bergsteiger.de





Freitag, 31. Juli 2020

Das 40. Erlanger Poetenfest findet statt - 27. bis 30. August 2020

Stadt Erlangen - Kulturamt

Endlich einmal keine Absage! Das Erlanger Poetenfest, eines der bekanntesten und beliebtesten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum, wird vom 27. bis 30. August zum 40. Mal stattfinden. Die Jubiläumsausgabe wird eine besondere. Schließlich sind Großveranstaltungen bis auf Weiteres nicht erlaubt.

Das Kulturamt der Stadt Erlangen hat sich deshalb dafür entschieden, das 40. Erlanger Poetenfest 2020 in kleinen, dezentralen Veranstaltungsformaten und verstärkt im öffentlichen Raum umzusetzen. Eine große Anzahl an musikalischen und performativen Sonderveranstaltungen sowie Installationen im öffentlichen Raum ergänzen das diesjährige Fest.

Rund 90 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Publizistinnen und Publizisten, Künstlerinnen und Künstler werden auch in diesem Jahr nach Erlangen kommen. Im Mittelpunkt steht die Reihe „Literatur aktuell“, unter anderem mit Marcel Beyer, Birgit Birnbacher, Valerie Fritsch, Verena Güntner, Anna Katharina Hahn, Monika Helfer, Thilo Krause, Christoph Peters, Marion Poschmann, Leif Randt, Ulrike Almut Sandig, Andreas Schäfer, Peter Stamm, Heinrich Steinfest und Anne Weber.

Zum Auftakt des 40. Erlanger Poetenfests präsentiert das Kulturamt Erlangen gemeinsam mit dem
Bayerischen Rundfunk am neuen Veranstaltungsort „Kulturinsel Wöhrmühle“ die Bayern 2-Nacht der Poesie. Esther Kinsky, Nadja Küchenmeister und Marion Poschmann stellen ihre neuen Gedichtbände vor, Lutz Seiler liest aus seinem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Roman „Stern 111“, Yasmo performt feministischen Hip Hop, umrahmt vom Slam-Poeten Bas Böttcher zusammen mit dem Trompeter Frank Braun.
Die aktuelle Literatur wird in diesem Jahr an fünf Orten in jeweils einstündigen Einzelveranstaltungen gefeiert. Marcel Beyer, Birgit Birnbacher, Daniela Danz, Valerie Fritsch, Dorothea Grünzweig, Verena Güntner, Anna Katharina Hahn, Monika Helfer, Volker Jarck, Thilo Krause, Christoph Peters, Marion Poschmann, Leif Randt, Ulrike Almut Sandig, Andreas Schäfer, Peter Stamm, Heinrich Steinfest, Anne Weber, Iris Wolff und Nell Zink und werden in der Regel jeweils zwei Mal an verschiedenen Orten eine halbe Stunde aus ihren Neuerscheinungen lesen und anschließend mit verschiedenen Poetenfest-Moderatorinnen und Moderatoren sprechen.

Die Gesprächsreihe „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ wird anlässlich der Corona-Krise Themen wie Freiheit, Demokratie, Bürgerrechte, Europa, Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, Identität, Sprache und Ausgrenzung in den Fokus nehmen.
Was wir wollen … Was uns ausmacht … Was uns verbindet … Was uns abverlangt wird … Was es uns kostet … Was uns anstachelt … Wie sich Lager bilden … Was der Sprache zu Grunde liegt …
Unter dem Motto „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ wird die Gesprächsreihe mit elf einzelnen Veranstaltungen Themen beleuchten, die durch die Corona-Krise besonders in den Fokus oder auf beunruhigende Weise in den Hintergrund getreten sind: Freiheit und Individualität, Rechtsstaat und Demokratie, Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklungen, Europa, Lagerbildungen in den USA und bei uns, Ausgrenzung, Rassismus, Familie und Gesellschaft, Sprache und Identität, Heimat …
Dazu haben hochkarätige Gäste zugesagt: der Amerika-Experte Tyson Barker, der Autor Max Czollek, die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die Publizistin Kübra Gümüşay, die Philosophin Svenja Flaßpöhler, die Strafrechtlerin Elisa Hoven, die Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler, der Wirtschaftsjournalist Henrik Müller, der Kulturjournalist und Korrespondent Malcolm Ohanwe, der irakische Schriftsteller Usama Al Shahmani, der Soziologe Martin Schröder und die Reporterin Gabriele Riedle.

Nachdem der Internationale Comic-Salon Erlangen in diesem Jahr abgesagt werden musste, steht das
Poetenfest-Programm für Kinder und Familien ganz im Zeichen der Comics: Am Wochenende findet im Garten des Kulturzentrums E-Werk das „Kinder lieben Comics! – Poetenfest-Spezial“ statt, mit Lesungen, Live-Zeichnen und Workshops. Dabei sind unter anderem Martin Baltscheit, Anne Becker, Tanja Esch, Anke Kuhl, Mawil, Philip Waechter und Matthias Wieland. Schon ab 1. August können Kinder ab 8 Jahren an einer Detektiv-Rallye durch die Erlanger Altstadt teilnehmen. Wer deckt die fiese Meerschweinchenentführung auf?
Auch grafische Literatur für Erwachsene findet sich in diesem Jahr verstärkt im Programm des Poetenfests: Der Erlanger Zeichner Michael Jordan stellt in einer Ausstellung und in einer Lesung gemeinsam mit dem Gitarristen Robert Lepenik seine neue Graphic Novel „Warum wir müde sind“ vor, Mawil präsentiert seine gefeierte Western-Hommage „Lucky Luke sattelt um“ und die diesjährigen Max und Moritz-Preisträgerinnen und -Preisträger Julia Bernhard, Anke Feuchtenberger, Lisa Frühbeis, @kriegundfreitag und Anke Kuhl lesen aus ihren prämierten Werken.

Auf der Kulturinsel Wöhrmühle, die in diesem Jahr gemeinsam mit dem Kulturzentrum E-Werk eigens eingerichtet wird, treten die Singer-Songwriter beim „Highlander Song Slam“ gegeneinander an und der klassische Open Air Poetry Slam zum Poetenfest präsentiert wieder einige der besten Literaturperformerinnen und -performer Deutschlands. Denis Scheck und Anne-Dore Krohn werden 250 Jahre Hölderlin feiern, Helmut Böttiger und Dirk Kruse anlässlich des 50. Todestags den jüdischen Dichter Paul Celan beleuchten, die Sängerin Dota wird mit ihrer Band ein Mascha Kaléko-Programm vorstellen und Nora Gomringer gemeinsam mit Jonas Timm und Philipp Scholz ihre Hommage an Dorothy Parker mit dem Titel „PENG PENG Parker“ nach Erlangen mitbringen.
Auch das Bayern 2-Büchermagazin „Diwan“ macht wieder in Erlangen Station und in Zusammenarbeit mit den Lamm-Lichtspielen wird eine Reihe von Literaturverfilmungen gezeigt.

Eine besonders wichtige Rolle wird in diesem Jahr der öffentliche Raum spielen. 
Wolf Böwig: 40.555 – der Kriegsfotograf rückt den Gewaltraum Europa auf Straßen und Plätzen Erlangens in den Fokus, indem er seinen Blick auf die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln und die Situation an den europäischen Außengrenzen richtet. In einem „Stationengespräch“ mit Marko Dinić berichtet er von seinen Erfahrungen.

Die Gesprächsreihe „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ findet ihre Fortsetzung in einer großen Plakat-Kampagne, zu der zehn Gestalterinnen und Gestalter eingeladen wurden. Von Katastrophen, Umbrüchen und Neuanfängen erzählen Fahnentexte in der Innenstadt, Stimmen aus 40 Jahren Poetenfest werden an überraschenden Orten zu hören sein, der Objekt-Künstler Ariel Doron
wird mit seinem Buch-Retter-Mobil unterwegs sein und die Künstlergruppe „Studio B11“ wird dem ehemaligen Landratsamt am Marktplatz neues Leben einhauchen.

Hauptveranstaltungsorte sind der Skulpturengarten Heinrich Kirchner am Burgberg, der Innenhof des Stadtmuseums, Wiesengrundstücke der Villa an der Schwabach, des Bürgertreffs Die Villa, die Kulturinsel Wöhrmühle, das Open Air Gelände An der Bleiche, der Redoutensaal, das Kulturzentrum E-Werk und die Lamm-Lichtspiele.

Im Freien angekündigte Veranstaltungen finden auch bei Regen statt. Es gibt in diesem Jahr keine Ausweichmöglichkeit in Innenräume!
Aus organisatorischen Gründen müssen in diesem Jahr für alle Veranstaltungen Eintrittskarten
erworben werden. Es wird dringend empfohlen, den Vorverkauf in Anspruch zu nehmen, da Tageskassen nur in Ausnahmefällen und bei Restkarten geöffnet werden.
Der Vorverkauf startet online und an den bekannten Vorverkaufsstellen am 6. August 2020.  

Weitere Informationen:
Das Programmheft mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sowie zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ab Mitte August an ausgewählten Vorverkaufsstellen und Buchhandlungen in der Region Erlangen, Nürnberg, Fürth, Bamberg zum Preis von 4,00 Euro erhältlich.



Kulinarische Spezialitäten an der Nordsee

Kulinarische Spezialitäten an der Nordsee - Eine Auswahl an Restaurants und Cafés


Auswahl an Fisch-Spezialitäten © Blum Fisch-Spezialitäten
In Tinnum auf Sylt wird Fisch nach alter Tradition über Buchenholz geräuchert, es duftet appetitanregend. Täglich wird der frische Fisch von den Auktionen in Dänemark geholt; Heilbutt und Makrele zum Beispiel, schwammen am Vortag noch in der Nordsee. Bei Blum Fischspezialitäten in Tinnum wird der Fisch je nach Sorte eingelegt oder mit Gewürzen und Kräutern mariniert, dann auf Stangen gehängt und im Buchenholzrauch ein paar Stunden lang geräuchert. Am frühen Nachmittag öffnet der Räuchermeister die Tür des Ofens: warmer Rauch prickelt in der Nase, golden und glänzend hängt der Fisch an Stangen. Fisch zu räuchern ist seit alters her eine Methode, um ihn haltbar zu machen. Räucherfisch hat an der Küste Tradition und ist ein Zeichen kulinarischer Authentizität. Zudem: Räucherfisch ist schlicht lecker! Genießen kann man den Fisch zum Beispiel in den Filialen und Bistros von Blum sowie ausgewählter Sylter Gastronomie. Im Bistro neben dem Betrieb in Tinnum serviert das Blum-Team eine große Auswahl der frisch geräucherten Fisch-Stücke – sie kommen direkt aus dem Rauch, schmecken vorzüglich und jedes hat seinen eigenen, feinen Fischgeschmack. Der Heilbutt ist so zart, noch warm, dass er augenblicklich im Mund zu zerfließen scheint, die Schillerlocke ist knackig im Biss und der Pfeffer hat der Makrele ein zusätzliches feines Aroma gegeben. Blums Favorit ist der heiß geräucherte Stremellachs mit Kräutern, Pfeffer oder natur. Schmeckt auch gut draußen am Strand oder mit Blick auf die Häfen von Sylt. 

Hinrichsens Familienfarm auf Föhr © Harald Bickel
Eine Farm auf Föhr, Wiesen bis zum Horizont, Rinder grasen. Es gibt leckere Burger und auf dem Grill liegen saftige Dry-Age-Steaks (nach Anmeldung und Führung durch die hauseigene Whisky-Destillerie) – Bilder, die an den weiten, wilden Westen erinnern. „Mein Ururgroßvater wanderte, wie viele Föhrer, Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika aus. Manche wurden dort Kapitäne - oder sie betrieben als Feinkosthändler in New York Delikatessen-Geschäfte“, berichtet Jan Hinrichsen. Er ist nicht nur Landwirt im Föhrer Westen, sondern auf Hinrichsen´s Familien Farm gibt es ein Hof-Restaurant mit amerikanischem Einschlag. „Die Rezepte für die Feinkostsalate stammen aus New Yorker Zeiten“, berichten die Gastgeber Marret und Jan Hinrichsen. Auf der Farm kommt in die Küche und auf den Grill, was auf den eigenen Weiden aufwächst. Familie Hinrichsen hält Short Horn Rinder und Husumer Protestschweine. Jan Hinrichsen bietet Führungen durch den Betrieb an. Rinder und Schweine leben in der Marsch und erhalten „…ausschließlich Marschwiesenheu und Gras“, zudem den Biertreber aus der Destillerie, auch so entstehe ein herausragender Fleischgeschmack, erklärt Jan Hinrichsen, „das Fleisch hängt sechs bis acht Wochen in unserem Reiferaum – dadurch verliert es an Gewicht und es entsteht ein intensiver und köstlicher Geschmack. Ohnehin haben beide Rassen eine gute Fleischqualität.“

Ein Eiergrog im Sommer? „Na klar, unseren Gästen schmeckt er jeder zu Jahreszeit!, sagt Angela Nissen vom Friesen-Café in Nebel auf Amrum. Auch dafür kommen sie, auch dafür nimmt man sich hier Zeit. Im Traditions-Café unter Reet, im Friesenhaus von 1745. „Den Eiergrog haben Anni und Meinert Nissen schon in den 1950er angeboten – Zucker und Eigelb schaumig schlagen, heißen Rum dazu und einen Schluck Wasser.“ Was wichtig ist: Der Eiergrog wird im Friesencafé noch immer von Hand gemacht und „just in time“, wie die Chefin bemerkt. Dafür wartet man gern ein bisschen. Das Sortiment an Torten und Kuchen ist eher klein, dafür sehr fein. Konditorhandwerk alter Schule, Jens Nissen tut dies in dritter Generation. Die Friesentorte natürlich, den Klassiker aus Blätterteig, Sahne und Pflaumenmus. Aber auch Friesenwaffeln – aus Mürbeteig und mit dem Waffeleisen im Café gebacken. Dazu, beispielsweise, hausgemachte rote Grütze den norddeutschen Nachtisch schlechthin aus Beeren der Saison, hier nach eigenem Rezept (das hat im Norden jede Hausfrau, jeder Konditor) mit Zimt und Kardamom verfeinert (mehr verraten sie nicht). Saisonal auch das Obst: Birnen, Stachelbeeren und Pflaumen gehören hierher. Im Friesencafé gibt es zu gegebener Zeit eine Birnen-Schoko-Lavendel-Quark-Torte, einen Pflaumenstreusel oder Stachelbeere auf Biskuit mit Vanillecreme. Ohne Chichi, einfach gut wie immer schon. Schlicht und schön ist das modernisierte Café, gehalten hauptsächlich in den Farben weiß und blau. So, wie die Strandkörbe auf der Terrasse. Im Gastgarten blühen die Hortensien bis in den Herbst und der Jasmin duftet so schön nach Sommer.   


Hektik hinter sich lassen und einkehren in den Hafen der Gelassenheit: in der historischen Häuserzeile am alten Hafen in Tönning liegt das Hotel und Restaurant „Zum Goldenen Anker“, ein Ort der Gastlichkeit seit mehr als hundert Jahren. Bis zum Bau des Eidersperrwerkes in den 1970er Jahren war Tönning, gelegen am Mündungstrichter des Flusses Eider, ein wichtiger Fischerei- und Handelshafen. Hafenstadt ist Tönning noch immer, Fisch und Krabben werden noch heute in dieser schmucken Stadt gehandelt. Das alte Packhaus, ein mächtiges Ziegelsteingebäude,  zum Beispiel zeugt von der Seefahrer-Tradition. Im Hafenbecken liegen zahlreiche Segelboote, idyllisch und romantisch ist der alte Hafen von Tönning. Von der Terrasse, oder: vom Sonnendeck, des „Goldenen Anker“ hat man einen schönen Blick über die Flaniermeile auf diese maritime Szene. Ein Besuch lohnt sich umso mehr, denn hier kann man sehr gut Fisch essen und in diesem schönen Ambiente typischer Nordseeromantik schmeckt es noch mal so gut. „Käpt´n“ Willi Peters und seine Crew bekommen fangfrischen Fisch, beispielsweise Seezunge oder Aal. Bekannt ist das Restaurant für „Scholle satt“: Man bekommt ein paar schöne, gebratene Schollen auf der Warmhalteplatte und kann nachbestellen, wie man möchte. Natürlich gibt es den Küstenklassiker Scholle auch nach „Finkenwerder Art“ (mit gebratenem Speck) oder mit frischen Krabben. Dazu Bratkartoffeln oder den köstlichen hausgemachten Kartoffelsalat. Denken sie bei „Scholle satt“ auch an die Dessert-Karte; es wäre schade, wenn für die Rote Grütze, den norddeutschen Nachtischklassiker schlechthin, kein Platz mehr wäre. Es sitzt sich herrlich unter den Linden oder dem Sonnensegel am Logenplatz von Tönning, im „Goldenen Anker“, dem Ort traditioneller, familiärer Gastlichkeit. Und man schaut den Booten zu bei lecker Scholle & Co.  

Weitere Informationen unter:

Nordsee-Tourismus-Service GmbH - www.nordseetourismus.de



Donnerstag, 21. Mai 2020

Rezension: Heilkraft der Alpen

Bergwelten Verlag
Rezension


Arnulf Hartl, Christine Geyer

HEILKRAFT  DER  ALPEN

Der Einband, die ersten und letzten Seiten, sowie einige im Inneren zeigen beeindruckend scharfe Bilder von Alpenregionen.

Die Krimmler Wasserfälle im österreichischen Pinzgau stehen am Anfang und am Ende des Buches.

Dr. Arnulf Hartl wurde die Frage gestellt, die ihn zu einer Änderung seiner beruflichen Tätigkeit bewegte: „Haben die Krimmler Wasserfälle einen positiven Einfluss auf die Gesundheit?“ und eine weitere Frage: „… Wasserfälle sind gesund - aber WARUM?“

Vom „Laborwissenschaftler“ wurde er zum Leiter des Instituts für Ökomedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg und beschäftigt sich mit obigen Fragen und wie die Natur auf unsere Gesundheit wirkt bzw. welchen Einfluss sie auf unser Wohlbefinden hat.

Kernaussage dieses Buches sind folgende Sätze: „Eine Vielzahl bereits publizierter Studien aus aller Welt belegen den positiven Effekt von Natur auf Gesundheit. Es ist mittlerweile wissenschaftliche Gewissheit, dass sich eine Reihe von Zivilisationskrankheiten durch die Interaktion mit der Natur behandeln und vorbeugen lassen.“

Inhalt des Buches ist die Vorstellung dieser umfangreichen wissenschaftlichen Studien und deren Forschungsergebnisse.
Beispiele zeigen eine positive Änderung der Probanden, Linderung von Allergien, Asthma, Depressionen, Stress und anderen „Großstadterkrankungen“ und Aufmerksamkeits-Defiziten, wenn man einige Zeit mit Wandern oder Bergsteigen in der Natur (Wald, Berge, Wiesen) verbringt und belegt die Tatsache, dass Menschen, die in ländlicher Umgebung leben im Allgemeinen weniger krank sind als Städter (von anderen Sorgen, wie das tägliche Auskommen abgesehen.)

Es werden viele Beobachtungen zum Verhältnis Natur - Mensch aufgezeigt, z.B. ob die Natur vor dem Menschen oder von dem Menschen geschützt werden muss.

Bezuggenommen wird auch auf die Aussagen zur Natur von Charles Darwin, Jean-Jacques Rousseau, Alexander von Humboldt u.a. des 19. Jahrhunderts, die ebenfalls ähnliche Erkenntnisse durch Beobachtung gewonnen haben.

Außerdem werden neue Begriffe wie Ökomedizin, Green Exercises (grüne Übungen), „Naturdefizitsyndrom“, „Biophilie“ (Liebe zum Leben), u.a. definiert und Anwendungen vorgestellt.

Letztendlich liegt es an einem selbst den ersten (Wander)Schritt zu tun und sich aktiv in die Natur zu begeben.
Das Buch hilft die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Hintergründe zur Natur und Gesundheit bzw. Wohlbefinden zu verstehen.

Fazit
Gerade für Ärzte, Psychologen, Physiologen, Naturheilkundige, u.a. kann das Buch interessant sein und neue Erkenntnisse bringen.

Dass die Natur sowie das „Zurück zur Natur“ wieder mehr in den Fokus der Stadtbevölkerung rückt, zeigt der jahrelange erfolgreiche Verkauf von Zeitschriften wie „Landlust“, „Mein schönes Land“, „Servus“ und vielen anderen, die immer öfter politische Titel überholen.

Der an den Titel „Heilkraft der Alpen“ im wahrsten Sinne interessierte Leser wird vielleicht mit den vielen Untersuchungsergebnissen, Forschungsberichten und Belegen, dass die Natur unsere beste Arznei ist, überfordert werden. Etwas weniger Forschung und etwas mehr Beispiele, wie die Krimmler Wasserfälle und andere Orte, die konkret auf die Gesundheit wirken bzw. Angebote dazu, wären für den zukünftigen „Gesundheitswanderer“ konkret fassbarer als die Wiederholungen, dass die Natur generell und die Alpen im Besonderen gut für die Gesundheit sind.

Im Übrigen sind nicht nur die Alpen, sondern ebenso Küsten (Nord- und Ostsee), das Atlasgebirge in Nordafrika (noch weniger besucht, kaum Industrie, daher noch bessere Umweltbedingungen) und letztlich Wüsten, wie die Sahara (aus eigener langjähriger Erfahrung mit Asthma) Orte, die der Gesundheit sehr gut tun.

Autoren
Dr. Arnulf Hartl ist Leiter des Instituts für Ökomedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg und forscht zu der medizinischen und psychologischen Wirkung der Natur auf die Gesundheit des Menschen.

Christina Geyer, gebürtige Wienerin, lebt und arbeitet als freie Journalistin in der steirischen Nationalparkregion Gesäuse.

Mit einem Vorwort von Ulrike Köstler, Präsidentin der Plattform Heilkraft der Alpen (FORUM VIA SANITAS).



Dienstag, 28. Januar 2020

Das neue Ostsee-Magazin 2020

Quelle: obs/Ostsee-Holstein-Tourismus e.V./Oliver Franke / OHT

Das neue Ostsee-Magazin 2020: Von Seebrücken, Beach Lounges und Fischbrötchen
Unbeschwertes Urlaubsgefühl an der Ostsee-Schleswig-Holstein  

Küsten-Fans können schon jetzt vom nächsten Urlaub am Meer träumen: Das neue Ostsee Magazin des Ostsee-Holstein-Tourismus e. V. (OHT) ist ab sofort erhältlich. Es nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine unbeschwerte Reise an die Orte zwischen Glücksburg und Travemünde sowie in die Holsteinische Schweiz zu verschiedenen Jahreszeiten.

"Das neue Gesicht der Ostsee" birgt so manche Überraschung für Ostsee-Kenner und zeigt bildgewaltig den Wandel in der Region.
Einheimische "Küstenköpfe" berichten in Reportagen und Beiträgen über Stand-Up Paddeln und Camping und erzählen Geschichten über "ihre" Region, unter anderem auf einer Radtour oder auf dem Bauernhof.
Die Geschichten rücken nicht nur die Küste, sondern auch das Binnenland ins Blickfeld.  

Ostsee Magazin mit Tipps und Empfehlungen
Das Ostsee Magazin  stellt die Orte und Teilregionen mit neuen Tipps und Empfehlungen vor.
Leserinnen und Leser erhalten Inspirationen für Unternehmungen und durch den Veranstaltungskalender wissen sie schon jetzt, was das ganze Jahr über geboten wird:
Im Sommer wird es mit Pop-Konzerten, Wassersport-Events und Festivals eher trubelig und im Winter mit Fackelwanderungen und Wintermärkten "kleiner und feiner".

Die 122 Seiten starke Broschüre informiert über die unterschiedlichen Seebrücken mit ihrem speziellen Charakter, gibt Tipps zu Fischrestaurants in der ganzen Region, zu Musik und Entspannung in den Beach Lounges.
Im umfangreichen Serviceteil stehen Adressen der Tourist-Informationen, Wissenswertes zur Anreise sowie Bestellmöglichkeiten verschiedener Broschüren.

Moderne Ostsee Schleswig-Holstein
Die Modernisierung an der Ostsee Schleswig-Holstein ist in die Gestaltung des Magazins eingeflossen: "Wir wollen unseren Gästen, die uns noch von früher kennen, gerne zeigen, dass sich bei uns viel verändert hat. Wir sind frischer und moderner geworden, sowohl bei den Unterkünften und der ganzen Infrastruktur als auch bei den Angeboten und Veranstaltungen. Das soll auch im Magazin zu erkennen sein," sagt Katja Lauritzen Geschäftsführerin des OHT.

Das Ostsee-Magazin erscheint in einer Auflage von 110.000 Exemplaren und wurde mit 100 Prozent Ökostrom auf Umweltpapier gedruckt. Umsetzung, Vermarktung und Druck liegen regional in Schleswig-Holstein.  

Weitere Informationen zu einem Urlaub an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins erhalten Interessierte online unter www.ostsee-schleswig-holstein.de


Ostseehotel Midgard in Damp

Quelle: obs/Ostsee-Holstein-Tourismus e.V./Ostsee Resort Damp

Ostseehotel Damp - Wiedereröffnung am 15. Mai 2020 als Ostseehotel Midgard

Umgestaltet zum Wikinger-Themenhotel feiert das Ostseehotel Damp unter seinem neuen Namen "Ostseehotel Midgard" am 15. Mai 2020 seine Wiedereröffnung. Nach siebenmonatiger Sanierung entspricht es einem Vier-Sterne-Superior-Hotel.

Hotelaufenthalt wird zur Reise der Wikinger
Es gleicht einer Reise in eine andere Welt - denn mit Betreten der Lobby beginnt das Abenteuer "Wikinger". Holz und warme Erdtöne prägen die neue Optik des Ostseehotel Midgard im Ostsee Resort Damp. Die Andeutung eines Wikingerdorfs und eines Dorfplatzes mit einem kolossalen Baum komplettieren den Eindruck, die Welt der Nordmänner betreten zu haben. In jeder Etage folgt man ihnen auf ihrer Reise. Landkarten, Wandmalereien, Sternbilder und speziell angefertigte Teppiche lassen den Besucher immer tiefer in die Seefahrten der Wikinger eintauchen. Angekommen im Hotelzimmer setzt sich - je nach Kategorie - das Erlebnis rund um die Normannen unterschiedlich intensiv fort und verspricht Urlaubern und Geschäftsreisenden gleichermaßen einen erlebnisreichen Aufenthalt in einer von Wikingern inspirierten Welt.

Traumlage mit Sandstrand, blauem Meer und ganz viel Grün
Das Ostseehotel Midgard hat mehr als 400 exklusive Zimmer und Familiensuiten, jedes davon frisch renoviert, modern und mit höchstem Komfort ausgestattet. Dazu kommen sechs Maisonettesuiten und zwei Panoramazimmer in der zehnten Etage mit Blick auf die Ostsee und umgebende Wiesen und Felder. Die außergewöhnliche Lage direkt an der Ostseeküste mit feinem Sandstrand inmitten der Natur, macht das Resort  im Norden Deutschlands so einzigartig.

Quelle: Ostsee Resort Damp Bild5_Superior.jpg


Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten unter: www.ostsee-resort-damp.de



Freitag, 4. Januar 2019

Lifeguide Augsburg - jetzt als Buch erhältlich

Oekom Verlag
NEU

LIFEGUIDE  AUGSBURG
 - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region -

Wer in Augsburg Stadt, Land und Aichach-Friedberg nach Orten sucht, die helfen, ein zukunftstaugliches Leben zu führen, bekommt sofort ein Buch mit all diesen Orten an die Hand. Den „Lifeguide Augsburg - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“ für Touristen, Neubürger*innen und alle interessierten Alteingesessenen.

“Über Nachhaltigkeit in unserer Region zu berichten ist inspirierend. Wir zeigen, welche positiven Ideen und Projekte es in unserer immer unübersichtlicher werdenden Welt gibt – und das direkt vor unserer Haustür. Und wir lernen Menschen kennen, die diese Lösungen bereits leben. Das macht Mut.“ sagt Cynthia Matuszewski, Autorin des Lifeguide-Reiseführers und Chefredakteurin des Lifeguide Augsburg

Das Buch stellt eine Region vor, in der nachhaltiges Denken, Leben und Handeln immer weiter erstarkt.
Wo unverpackt und plastikfrei eingekauft werden kann und nachhaltige Mode entsteht.
Wo Stadt- und Landwirte gemeinsam säen und ernten und soziale und interkulturelle Projekte Menschen einander näher bringen.
Wo Nachhaltigkeit gemeinsame Sache ist.

Bei der spannenden Tour zu mehr als 200 nachhaltigen Orten in Augsburg und seinem Umland und lernen Sie Menschen kennen, die neue Wege gehen – in eine lebenswerte Zukunft!

Fünf nachhaltige Stadtrundgänge

Viele Menschen suchen nach Lösungen, wie sie ihren Alltag umweltverträglicher gestalten können. Im Internetportal Lifeguide Augsburg finden sie bereits seit 2016 Antworten auf ihre Fragen. Seit zwei Jahren informiert das werbefreie und nicht kommerzielle Internetportal über nachhaltiges Leben in Augsburg und in der Region.

Fünf Stadtrundgänge und eine Radtour führen die Leser*innen zu Orten in Augsburg, an denen nachhaltig gelebt, gearbeitet, produziert, repariert oder wiederverwertet wird.
Mit rund 200 Geschäften, Restaurants, Initiativen, Sehenswürdigkeiten und einem Kalender mit Nachhaltigkeitsterminen in Augsburg ist der „Lifeguide Augsburg“ eine Informationsquelle für alle, die nachhaltiger leben möchten, die sich auf neue Einkaufsmöglichkeiten und Geheimtipps freuen, die junge Geschäftsideen unterstützen wollen oder die neugierig auf Neues sind.

“Mit diesem handlichen Buch findet jeder schnell das passende nachhaltige Angebot. Das stärkt das nachhaltige Augsburg und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind." Sylvia Schaab, Autorin des Lifeguide-Reiseführers, Redaktion Lifeguide Augsburg.

Es sind die Menschen, die Augsburg und die Region nachhaltig machen!

“Viele Menschen sind überrascht, wenn sie hören, wie viele Orte in Augsburg nachhaltige Angebote machen. Ich freue mich, dass wir diese nun auch in einem Buch darstellen konnten - für Augsburger*innen und für Besucher*innen.“  Torsten Mertz, Autor des Lifeguide-Reiseführers, Redaktion Lifeguide Augsburg

Das Buch stellt außerdem Menschen aus Augsburg vor, die in ihrem Leben bereits nachhaltige Ideen verwirklicht haben, die ihnen besonders am Herzen liegen. Sie setzen sich für plastikfreies Leben ein, betreiben umweltfreundliche Landwirtschaft oder gehen neue Wege des gemeinsamen Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens.

In neun Kapiteln zeigt das Buch „Lifeguide Augsburg – Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“, wie gut nachhaltiges Leben in unserer Region funktioniert.


“Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess genießt bundesweit Aufmerksamkeit. Gerade eben erst ist er als eines der vier innovativsten und wirksamsten Transformationsprojekte in Deutschland vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung ausgezeichnet worden. Klar, dass wir da gut dieses Buch machen können, ja: müssen!“ Dr. Norbert Stamm,  Autor des Lifeguide-Reiseführers, Lifeguide Region Augsburg e. V.


Lifeguide Augsburg- Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“
Paperback
mit vielen Farbbildern, Stadtteilpläne
180 Seiten
1.Auflage 2019
nur Euro 9,80 Euro / Euro 10,20 Euro (A).


Mittwoch, 5. September 2018

Rezension: Siddhartas letztes Geheimnis

DVA 
Rezension


ERICH  FOLLATH

SIDDHARTAS  LETZTES  GEHEIMNIS   
Eine Reise über die Seidenstraße zu den Quellen des Buddhismus

Der Titel ist etwas unglücklich gewählt. Es geht in dem Buch nicht hauptsächlich um den Gründer des Buddhismus Siddharta Gautama, sondern um den chinesischen Mönch Xuangzang, der sich auf Reisen nach Indien begibt, um zum Ursprung der buddhistischen Lehren zu gelangen und um dort alte Manuskripte zu studieren.

Der Journalist und Ostasienkenner Erich Follath setzt sich auf die Spuren des in Indien und China berühmten Mönchs und reist per Flugzeug, Bus und Taxi in rund einem Jahr durch sieben Länder, während der Mönch im 7. Jahrhundert noch 70 Königreiche und etliche hohe Berge überwinden musste, um zum Geburtsort des Siddharta Gautama in Nordindien zu gelangen. Seine Reise dauerte mehr als 16 Jahre. Heute sind nur noch Visa nötig, doch im 7. Jahrhundert halfen nur Empfehlungsschreiben und ausreichende Geschenke und Lasttiere, um möglichst unbeschadet von einem Ort zum anderen zu reisen. Dennoch setzten dem chinesischen Mönch aus dem heutigen Luoyang Stürme, Schnee und Räuber zu und er verlor einmal fast die Hälfte seiner Begleiter und Tiere und ein anderes Mal etliche Manuskripte auf dem Rückweg in seine Heimat.

„Kann es sein, dass Gott nur stört?“ fragt sich der Autor im  Vorwort und führt Interviews mit einem Kardinal-Erzbischof, einem Großayatollah und einem indischen Höhepriester. Er hat dabei aber eher das Gefühl mit gewieften Politikern als mit ehrbaren Männern der Religion zu sprechen.

Doch was macht den Buddhismus aus, der keinen Gott kennt, sondern auf „Gewaltlosigkeit, Mitgefühl und Achtung vor der Natur“ setzt ? Dazu spricht der Autor mit dem Dalai Lama und dieser empfiehlt ihm, auf den Spuren des Mönchs Hsüang Tsang oder Hiuen Tsiang oder auch Xuangzang nach Indien zu reisen und diese Reise ist der Inhalt des vorliegenden Buches.

Nach dem Tod seiner Eltern wächst Chen Yi, wie Xuangzang als Kind heißt, mit seinen Brüdern in einem buddhistischen Kloster seiner Heimatstadt auf. Er lernt Sanskrit, um die heiligen Schriften lesen zu können, doch kommen ihm Zweifel. Bei der Auslegung der Texte zerfällt der Buddhismus in verschiedene Schulen und Xuangzang grübelt, ob die Erleuchtung nur Mönchen zu Teil wird oder allen Menschen.
Während seines Studiums der Lehren Buddhas kommt er zu dem Schluss, dass er die Wahrheit nur in der Heimat Buddhas finden kann und so packt er seine Sachen und begibt sich immer weiter nach Westen an den Rand des chinesischen Reiches der Tang-Dynastie. Trotz des Verbots des Kaisers China zu verlassen, treibt ihn sein Plan voran. Er will nach Nordindien pilgern zum Geburtsort Siddhartas, zum heiligen Baum, zum Kloster Nalanda, zu den Stätten an denen Buddha gewirkt hat und vor allem die Manuskripte an der Originalbibliothek studieren und übersetzen. Tatsächlich gelingt ihm das, die Reise nimmt ein gutes Ende und Xuangzang wird am Ende ein guter Freund und Berater des Kaisers, der vor ihm stirbt. Xuangzang bleibt im Palast als Vertrauter und wirkt, auch unter dem Sohn des Kaisers, bis er 664 stirbt.

Bis heute wird Xuangzang in China und in Indien verehrt und der Autor stand immer wieder vor Standbildern des Pilgers. Xuangzang vergaß allen seinen Aufgaben nicht, seine eigene Geschichte und die Reiseerlebnisse aufschreiben zu lassen und so liegen bis heute der Reisebericht und seine Aufzeichnungen vor. Diese hat nun Erich Follath als Grundlage genommen und schildert sehr interessant die heutige Situation in den bereisten Orten. Manche Städte in China sind kaum wieder zu erkennen und um die ursprünglichen Plätze zu finden, muss er sich mehrmals erkundigen, so versteckt liegen sie heute. Der Autor kennt Asien durch seine Arbeit gut  und hat die Orte mehrmals während seiner journalistischen Tätigkeit besucht und so lassen sich Vergleiche aus den 1980er Jahren bis heute anstellen.
Ein Teil der gereisten Strecke nimmt die alte Seidenstraße ein und auch die neue Seidenstraße ist ein spannend geschriebenes Thema und man erfährt vieles, was man nur hört, wenn man mit den Leuten vor Ort spricht wie, z.B. den massenhaften Übertritt zum Buddhismus vieler Inder, was in der offiziellen Statistik ignoriert wird.

Autor:
Erich Follath, 1949 geboren, ist promovierter Politikwissenschaftler und bekannter Sachbuchautor. Lange Jahre war er für den SPIEGEL als Diplomatischer Korrespondent und als Auslandschef tätig, unterwegs war er vor allem im Nahen Osten, auf dem indischen Subkontinent und in Ostasien. Über die Geschichte dieser Regionen, über die Menschen und ihre Kulturen hat er zahlreiche Reportagen geschrieben. Seine Bücher »Das Vermächtnis des Dalai Lama« (2007) und »Die neuen Großmächte« (2013) wurden zu Bestsellern. Für »Jenseits aller Grenzen« (2016) hat er innerhalb eines Jahres die wichtigsten Stationen des Ibn Battuta besucht und die Eindrücke mit seinen früheren Reiseerlebnissen vereint. (Verlagstext)

Fazit:
Ein sehr interessantes und spannend geschriebenes Buch. Bilder des Autors ergänzen den Text. Die Lehre des Buddhismus wird allerdings nur in einem kurzen Überblick beschrieben, das letzte Geheimnis Siddhartas, wie der Titel lautet, ist der Inhalt einer Herz-Sutra, wobei diese erst am Ende des Buches nur kurz angesprochen wird. Wer also mehr über Siddharta und den Buddhismus erfahren möchte, greift lieber zu einem eindeutigeren Titel.
Wer sich aber über die Reise des berühmt gewordenen chinesischen Mönchs Xuangzang (602 - 664) und vor allem über die heutige Lage in den bereisten Ländern informieren möchte, dem sei dieses Buch durchaus zu empfehlen.

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Mittwoch, 13. Juni 2018

Illustration - Modenschau der B5 Modeschulen Nürnberg


Die B5 Modeschulen Nürnberg haben letzten Samstag zur Modenschau “Illustration“ eingeladen.


Aufgeregte Schüler warten hinter der Bühne, aufgeregte Lehrerinnen laufen auf der Bühne hin und her und gespannte Familien, Freunde, Lehrer und Schüler sitzen vor der Bühne und freuen sich auf eine unterhaltsame Show. Schon die erste Aufführung um 11 Uhr ist bis auf den letzten Platz in der Turnhalle der Schule in der Reutersbrunnenstraße besetzt.

Tag der offenen Tür und Verkauf
Schulleiterin Gisela Schlenk begrüßt Ehrengäste der Stadt, ehemalige Lehrer, Vertreter des Amtes für internationale Beziehungen, des Verbands der Textil- und Bekleidungsindustrie, die Geschäftsführerin des Fachverbandes deutscher Floristen, Sponsoren und Vertreter der Wirtschaft, wie S.Oliver (Rottendorf), Création Gross (Hersbruck) oder JOY Sportswear (Ottensoos b. Nürnberg) und bedankt sich für das Engagement der Teilnehmer, bei Verwaltung, Sicherheit, Tonstudio und Technik. Sie erkennt an, dass es „viel Arbeit und Energie braucht“, um eine Modenschau „auf die Beine zu stellen.“
Sie eröffnet den „Tag der offenen Tür“ und weist auf die Möglichkeit zum Kauf der gezeigten Schulkollektion in den oberen Etagen sowie auf das Schülercafé hin. Die Schürzen für das
Schülercafé wurden von den Schülerinnen selbst entworfen und genäht.

Tanzen überwindet Grenzen
Den Eingang und das Foyer der Schule haben Schüler der Klassen für florale Gestaltung mit Arrangements aus Sonnenblumen dekoriert.
„Tanzen überwindet Grenzen“ steht auf den roten T-Shirts der Schüler und Schülerinnen der Integrationsklasse, die vom Performance Pilates Studio Nürnberg und dem deutsch-amerikanischen Institut bei ihrem Tanz „Elektroswing“ unterstützt werden und zur Modenschau überleiten.

Tanzen überwindet Grenzen (Copyright B. Agada)

Thema der Modenschau
Eine „Illustration“ ist ein texterläuterndes Bild. Wie erklärt man Illustration und Mode ?   Ulrike Horneber erläutert das Thema der diesjährigen Modenschau.
Eine Illustration in der Mode ist die technische und kreative gestalterische Beschreibung historischer Besonderheiten. Vor 50 Jahren wurde der Modesommer 1968 durch Bikinis mit Plastikblumen dargestellt. Neu war transparente Mode, die zwar viel gekauft, aber kaum getragen wurde. Die Einführung der Damenhose war 1968 der „absolute Renner und ab da ein fester Bestandteil jeder Modekollektion“. Sie war von oben bis unten sehr weit geschnitten und wurde mit hohen Schuhen und Blockabsätzen getragen. An der Herrenmode gingen die Veränderungen der 1968er fast vorbei, nur Stulpenhosen und große bunte Krawatten wurden auffällig. Die Jugend hatte mit den neuen Trends kein Problem, sie trug, was gefiel.
Modeillustration heute, 50 Jahre später, ist eine „zeitgenössische“ Bekleidung, die weit über 2018 den Geschmack beeinflussen soll, meint Ulrike Horneber, die neue Leiterin des Amts für Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg.

Tolle Auftritte und begeisterter Beifall
Ruhige Geigenklänge, live gespielt, begleiten zwei Künstlerinnen, die auf großen Papierwänden kreativ Modelle zeichnen. 

Copyright A.Agada
Copyright B.Agada


Und dann treten die Schülerinnen der 11. Klasse auf und präsentieren Schulkollektion. 

First Design (Copyright B.Agada)
First Design (Copyright B.Agada)


Die bekleidungstechnischen Assistentinnen zeigen mit „Crazy Pockets“ ihre Ideen für blaue Jeansröcke mit lustigen aufgesetzten Taschen und Applikationen. Dazu tragen sie weiße Oberteile. 

Crazy Pockets  (B.Agada)

Das Thema der Änderungsschneider ist „Märchen“. Es treten Königin, Prinzessin, Jägerin, Rotkäppchen und weitere Figuren auf und zeigen sehr phantasievolle Modelle.

Märchen (A.Agada)

Märchen (B.Agada)
Märchen (B.Agada)


Die Facharbeiten der 12. Abschlussklassen in diesem Jahr sind individuelle Kreationen für aufwendig verarbeitete Jacken und Mäntel. 

Besonders interessante Blickfänge sind dabei ein roter langer Mantel mit Einlagen aus chinesischem Seidenstoff, 
Facharbeit (A.Agada)

ein grauer Kurzmantel mit schwarzen Spitzen am Ärmel und in der Taille, 

Facharbeit (A.Agada)

ein gemusterter Mantel mit Kunstfellbesatz 

Facharbeit (A.Agada)
Facharbeit (A.Agada)




















und die elegante Jacke aus blauem Walkloden im oberen Teil und dem gemusterten japanischen Baumwollstoff im unteren Teil und am Kragen im Kimonostil. 

Facharbeit (Copyright Cynthia Matuszewski)

Extra Applaus erhielt die Kreation einer dunklen Jacke mit einem Kirchenfenster auf dem Rückenteil, das im Dunkeln leuchtete.
Man kann sich beim Anblick der verschiedenen Kleider, Hosen, Röcke, Jacken und Mäntel gut vorstellen, dass die Schülerinnen und Schüler sich sehr viele Gedanken über eine besondere Note in ihrer genähten Mode und ihrer Präsentation machten.

Facharbeit 12. Abschlussklassen (B.Agada)

Insgesamt wurden die Arbeiten mit begeistertem Beifall honoriert. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass alle Schülerinnen und Schüler eine Arbeit in der Modebranche finden werden.




Sonntag, 20. Mai 2018

NEU: Unheimliche Orte in Deutschland, Rezension

Frederking & Thaler
Rezension

Henning Aubel (Hrsg.)

Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland   
 Schaurige Plätze und ihre Geschichten

Möchten Sie Deutschland von seiner mysteriösen Seite kennen lernen, sollten Sie zu diesem interessanten Buch greifen. Bald beginnt die Urlaubszeit und Deutschland ist nach wie vor ein beliebtes Reiseziel. Abenteuer kann man auch hierzulande erleben und warum sollte es nicht einmal unheimlich und spannend werden ?

Von Nord nach Süd und West nach Ost werden Felsen, Seen, Ruinen, Kapellen und Keller mit „Gruselgeschichten“ vorgestellt.
Das Autorenteam begab sich auf Reisen und entdeckte spannende Plätze und einsame Orte mit Legenden und Sagen.

Man kennt die Geschichte der Loreley am Rhein, aber kennen Sie auch die „wilden Fräuleins von Hindelang“ oder das „Land der Hexen und Gespenster“? Die Harzer Brockenhexen sind einem schon eher geläufig, aber die wilden Fräuleins, die sich mit den Männern vor Ort einließen und deren Namen man nicht suchen sollte, kennen wahrscheinlich mehr die „Insider“ im Allgäu.

Wer in Norddeutschland zur Schule gegangen ist, hat bestimmt die Moorleichen im Schleswiger Museum besucht oder kennt die Geschichten der sagenumwobenen Stadt Rungholt, das Atlantis der Nordsee.
Oft werden ungewöhnlichen Felsbrocken oder bizarren Bergformationen Legenden angeheftet. In diesem Buch geben die Sagen über die Watzmannfamilie im Berchtesgadener Land, die Externsteine im Teutoburger Wald, die gewaltigen Findlinge der Visbeker Formation „Braut und Bräutigam“ bei Oldenburg oder der „Boitiner Steintanz“ bei Bützow gute Beispiele davon ab.

Auch beklemmend wirkende Orte werden beschrieben. Sie sind weniger von Legenden umwoben, als vielmehr von bitterer Realität - sie haben mit Krieg zu tun. Hier sei das U-Boot 995 bei Laboe an der Ostsee erwähnt, heute zur Besichtigung freigegeben, ebenso der Regierungsbunker im Ahrtal oder die „gigantische Ferienanlage“ Prora auf Rügen. Sie sollte gleichzeitig 20.000 Urlaubern Platz bieten. Die acht Betonbauten geben ein Beispiel „nationalsozialistischer Architektur“ ab. Doch Urlauber kamen keine, der 2. Weltkrieg war ausgebrochen. Der Bunker im lieblichen Ahrtal liegt versteckt zwischen Weinbergen und Wäldern. Etwa dreitausend Menschen der Staatsregierung sollten bei einem Kriegsausbruch rund einen Monat ausharren können. Ein beklemmendes Gefühl bekommt man schon beim Durchgehen durch das sehr schmale Innere des U-Boots, das am Strand von Laboe steht, wie war es wohl dann für die Matrosen unter dem Meer ?

Nichts für schwache Nerven ist der schmale Weg durch die dunkle Höllentalklamm bei Grainau im Wettersteingebirge, der nur im Sommer begehbar ist. Doch am Ende wartet ein weiter Blick auf die Zugspitze und den Höllentalferner. Auch die Pollingsrieder Kapelle am Starnberger See soll in früheren Zeiten ein schauriger Ort mit Geistern und Höllenhunden gewesen sein.

Auf über 220 Seiten haben die vier Autorinnen und Autoren 51 Geschichten und Informationen zusammengetragen und herausgegeben. Jeder sagenumwobenen Ort wird auf drei Seiten mit kleinen Bildern beschrieben, dem ein großformatiges Bild und ein Kartenausschnitt vorangestellt wurden. Ein Register Bild- und Textnachweis und eine Vorstellung der Autorinnen und Autoren schließen das schöne Buch ab.

Autorenteam:
Henning Aubel, Sabine Durdel-Hoffmann, Dr. Petra Gallmeister, Brigitte Lotz

Fazit:
Wenn Sie in Deutschland auf Reisen gehen, nehmen Sie am besten das Buch mit. Es ist spannend geschrieben und auf dem Kartenausschnitt ist der mysteriöse Ort umrahmt, so dass Sie ihn finden. Vielleicht wohnen Sie in der Nähe, warum nicht mal einen Ausflug zu einem der Plätze unternehmen und den Kindern die geheimnisvollen Stätten zeigen ? Das „Buch der unheimlichen Orte in Deutschland“ ist auf jeden Fall lesenswert und wird sehr empfohlen.


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Henning Aubel
Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland
Hardcover, ca. 140 Abbildungen
Format 19,3 x 26,1 cm
224 Seiten
1.Auflage März 2018

Euro 25,99  inkl. MwSt.   hier kaufen