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Dienstag, 8. September 2020

Bergsteiger Special Magazin September 2020

Bergsteiger Special
Bergsteigerdörfer der Alpen

Im Doppelpack


2017 wurden die Chiemgauer Orte Sachrang und Schleching Bergsteigerdorf im Doppelpack. Bergsteiger-Autor Michael Pröttel hat die beiden Gemeinden besucht – über den Berg, der sie verbindet: den Geigelstein.

Wenn der Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer seinen ehemaligen Aschauer Kollegen Peter Solnar besucht, würde er als begeisterter Berggeher wahrscheinlich am liebsten den Geigelstein überschreiten. Denn der Weg durch das zwischen Prien- und Achental gelegene Naturschutzgebiet ist wunderschön und verbindet die beiden Gemeinden seit vielen Jahren in Fragen der Forst- und Berglandwirtschaft sowie des Tourismus. 1975 gründete sich wegen einer geplanten Skischaukel die Bürgerinitiative »Rettet den Geigelstein «. Nach Jahren harter Auseinandersetzung wurde der »Blumenberg des Chiemgaus« 1991 schließlich unter Naturschutz gestellt.

Keine Schnapsidee
Bei einem Festakt zum 25. Jubiläum des Naturschutzgebietes kamen die beiden Bürgermeister auf die geografisch und inhaltlich naheliegende Idee, sich gemeinsam als zweites deutsches Bergsteigerdorf zu bewerben. »Bereits in den 90er-Jahren wurde bei uns das Ökomodel Achental gegründet, in dem man gemeinsam mit den Bauern eine klein strukturierte Landwirtschaft und einen möglichst sanften Tourismus umsetzen wollte«, erzählt Josef Loferer. 

Weitere Ziele des Ökomodells sind die Förderung eines naturverträglichen Gewerbes sowie die Nutzung erneuerbarer Energieträger aus der Region.
Dass die Geigelsteinbahn seit 2013 stillsteht, ist für das Bergsteigerdorf laut Loferer kein Nachteil, da den Wanderern gute Einkehrmöglichkeiten viel wichtiger sind: »Das sieht man beispielsweise an der Priener Hütte, die auch ohne Seilbahn von jeher sehr gut besucht wird.« Das Hauptpotential seines Bergsteigerdorfes sieht der Bürgermeister daher eben nicht in Aufstiegshilfen, sondern in den umliegenden Bergen an sich. Vor seinem Rathaus lässt Loferer den Blick über Kampenwand, Hochplatte und Hochgern schweifen und bleibt bei seinem Lieblingsberg hängen. »Die Rudersburg ist ein genauso toller wie unbekannter Aussichtsgipfel, auf dem ich beim Anstieg auf alten Jägersteigen so richtig Kraft schöpfen kann.« 

Mit dem Titel »Bergsteigerdorf« möchte Loferer die Gäste auch für den Umweltschutz sensibilisieren und hofft, »dass auch Tagestouristen ihren Proviant beim mit regionalen Produkten bestückten Dorfladen kaufen.« 
Sachrang Schleching, Tourist-Info Aschau i. Chiemgau

Auf konkrete Projekte angesprochen, sagt er: »Unser großes Ziel ist eine Ringbuslinie rund um den Geigelstein, die beide Gemeinden verbinden und nicht nur Wanderern, sondern auch Schülern und Werktätigen sehr nützen würde.« Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit und auch die anderen Bürgermeister der auf der Strecke liegenden Orte stehen dem Vorschlag offen gegenüber, wie Loferers ehemaliger Amtskollege Peter Solnar in Sachrang erzählt.


Der Weg zu ihm über den Geigelstein führt nach einem schattigen Einstieg durch vitalen Bergmischwald zunächst an der urigen Haidenholzalm vorbei. Das alte Gebäude passt perfekt zum Image »echtes Bergsteigerdorf« und ist das Gegenteil einer Tiroler Touristen-Jausenstation. Es werden nur einfache Almbrotzeiten angeboten. Und auch die etwa 400 Höhenmeter weiter oben gelegene Roßalm hat inmitten blumenreicher Almwiesen ihren urigen Charme bewahrt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich der Naturschutz hier vor gar nicht langer Zeit ein zweites Mal durchsetzte. 2005 sollte eine Almstraße von der Oberkaseralm zur Roßalm gebaut werden. Der Bund Naturschutz verhinderte jedoch mit einer Klage die Durchführung dieses Vorhabens.

Klein aber fein
So wandert man zum Geigelstein nach wie vor über einen wunderschönen, schmalen Bergweg, der über weite, weiche Berghänge zum leicht begehbaren Schlussanstieg führt. Nach drei Stunden Gehzeit befindet man sich am jeweils höchsten Punkt der beiden Bergsteigerdorf-Gemeinden und genießt eine Aussicht, die über das Inntal bis zum Alpenhauptkamm reicht. Steil geht es dann hinab zur sommers wie winters beliebten Priener Hütte und von hier – einziger Wermutstropfen der Geigelstein-Überschreitung – auf einem längeren Abstieg über Forststraßen nach Sachrang, wo Peter Solnar schon wartet.
Als ehemals Stellvertretender Vorsitzender des Gemeindenetzwerks »Allianz in den Alpen« ist der Alt-Bürgermeister von Aschau ein Kenner in Sachen Ortsentwicklung in den Alpen und trieb die Bewerbung als Bergsteigerdorf damals voran: »Aschau legt Wert auf die Qualität, wie sie jetzt schon ist. Klein aber fein. Wir wollten authentisch bleiben und nicht irgendwas machen, damit die Gäste kommen. Die Gäste sollen kommen, weil es hier so ist, wie es ist.« Ganz wichtig waren für Solnar auch die sozialen Nebeneffekte der Bewerbung: »In den Workshops dazu haben sich viele Bürger erst richtig kennengelernt. Man hat sich zusammengefunden und gefragt: Wer sind wir und wo wollen wir hin?« Im Rückblick lässt sich heute sagen: Die Richtung stimmte und stimmt noch immer. In beiden Gemeinden.

Sachrang (Ortsteil der Gemeinde Aschau)
·       Lage: im Priental kurz vor der österreichischen Grenze zwischen Spitzstein und Geigelstein
·       Höhe: 738 m
·       Einwohner: 600
·       Anreise: Mit der Bahn über Prien am Chiemsee nach Aschau im Chiemgau. Von dort weiter mit der RVO-Buslinie 9502 nach Sachrang
·       Wichtige Gipfel: Breitenstein (1661 m), Geigelstein (1808 m), Spitzstein (1596 m), Zinnenberg (1565 m)
·       Hütten: Priener Hütte (1411 m), Spitzsteinhaus (1252 m)

Schleching
·       Lage: im Tal der Tiroler Ache auf der Südseite von Kampenwand und Hochplatte
·       Höhe: 569 m
·       Einwohner: 2000
·       Anreise: Mit der Bahn nach Prien am Chiemsee oder Übersee und von dort weiter mit der RVO-Buslinie 9505 oder 9509 nach Schleching
·       Wichtige Gipfel: Geigelstein (1808 m) , Hochplatte (1586 m), Kampenwand (1669 m)
·       Hütten: Priener Hütte (1410 m), Spitzsteinhaus (1252 m)



Das Bergsteiger Special wird ab 12. September 2020 im Handel angeboten.
Weitere Informationen unter: www.Bergsteiger.de





Freitag, 31. Juli 2020

Das 40. Erlanger Poetenfest findet statt - 27. bis 30. August 2020

Stadt Erlangen - Kulturamt

Endlich einmal keine Absage! Das Erlanger Poetenfest, eines der bekanntesten und beliebtesten Literaturfestivals im deutschsprachigen Raum, wird vom 27. bis 30. August zum 40. Mal stattfinden. Die Jubiläumsausgabe wird eine besondere. Schließlich sind Großveranstaltungen bis auf Weiteres nicht erlaubt.

Das Kulturamt der Stadt Erlangen hat sich deshalb dafür entschieden, das 40. Erlanger Poetenfest 2020 in kleinen, dezentralen Veranstaltungsformaten und verstärkt im öffentlichen Raum umzusetzen. Eine große Anzahl an musikalischen und performativen Sonderveranstaltungen sowie Installationen im öffentlichen Raum ergänzen das diesjährige Fest.

Rund 90 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Publizistinnen und Publizisten, Künstlerinnen und Künstler werden auch in diesem Jahr nach Erlangen kommen. Im Mittelpunkt steht die Reihe „Literatur aktuell“, unter anderem mit Marcel Beyer, Birgit Birnbacher, Valerie Fritsch, Verena Güntner, Anna Katharina Hahn, Monika Helfer, Thilo Krause, Christoph Peters, Marion Poschmann, Leif Randt, Ulrike Almut Sandig, Andreas Schäfer, Peter Stamm, Heinrich Steinfest und Anne Weber.

Zum Auftakt des 40. Erlanger Poetenfests präsentiert das Kulturamt Erlangen gemeinsam mit dem
Bayerischen Rundfunk am neuen Veranstaltungsort „Kulturinsel Wöhrmühle“ die Bayern 2-Nacht der Poesie. Esther Kinsky, Nadja Küchenmeister und Marion Poschmann stellen ihre neuen Gedichtbände vor, Lutz Seiler liest aus seinem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Roman „Stern 111“, Yasmo performt feministischen Hip Hop, umrahmt vom Slam-Poeten Bas Böttcher zusammen mit dem Trompeter Frank Braun.
Die aktuelle Literatur wird in diesem Jahr an fünf Orten in jeweils einstündigen Einzelveranstaltungen gefeiert. Marcel Beyer, Birgit Birnbacher, Daniela Danz, Valerie Fritsch, Dorothea Grünzweig, Verena Güntner, Anna Katharina Hahn, Monika Helfer, Volker Jarck, Thilo Krause, Christoph Peters, Marion Poschmann, Leif Randt, Ulrike Almut Sandig, Andreas Schäfer, Peter Stamm, Heinrich Steinfest, Anne Weber, Iris Wolff und Nell Zink und werden in der Regel jeweils zwei Mal an verschiedenen Orten eine halbe Stunde aus ihren Neuerscheinungen lesen und anschließend mit verschiedenen Poetenfest-Moderatorinnen und Moderatoren sprechen.

Die Gesprächsreihe „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ wird anlässlich der Corona-Krise Themen wie Freiheit, Demokratie, Bürgerrechte, Europa, Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, Identität, Sprache und Ausgrenzung in den Fokus nehmen.
Was wir wollen … Was uns ausmacht … Was uns verbindet … Was uns abverlangt wird … Was es uns kostet … Was uns anstachelt … Wie sich Lager bilden … Was der Sprache zu Grunde liegt …
Unter dem Motto „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ wird die Gesprächsreihe mit elf einzelnen Veranstaltungen Themen beleuchten, die durch die Corona-Krise besonders in den Fokus oder auf beunruhigende Weise in den Hintergrund getreten sind: Freiheit und Individualität, Rechtsstaat und Demokratie, Digitalisierung, wirtschaftliche Entwicklungen, Europa, Lagerbildungen in den USA und bei uns, Ausgrenzung, Rassismus, Familie und Gesellschaft, Sprache und Identität, Heimat …
Dazu haben hochkarätige Gäste zugesagt: der Amerika-Experte Tyson Barker, der Autor Max Czollek, die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die Publizistin Kübra Gümüşay, die Philosophin Svenja Flaßpöhler, die Strafrechtlerin Elisa Hoven, die Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler, der Wirtschaftsjournalist Henrik Müller, der Kulturjournalist und Korrespondent Malcolm Ohanwe, der irakische Schriftsteller Usama Al Shahmani, der Soziologe Martin Schröder und die Reporterin Gabriele Riedle.

Nachdem der Internationale Comic-Salon Erlangen in diesem Jahr abgesagt werden musste, steht das
Poetenfest-Programm für Kinder und Familien ganz im Zeichen der Comics: Am Wochenende findet im Garten des Kulturzentrums E-Werk das „Kinder lieben Comics! – Poetenfest-Spezial“ statt, mit Lesungen, Live-Zeichnen und Workshops. Dabei sind unter anderem Martin Baltscheit, Anne Becker, Tanja Esch, Anke Kuhl, Mawil, Philip Waechter und Matthias Wieland. Schon ab 1. August können Kinder ab 8 Jahren an einer Detektiv-Rallye durch die Erlanger Altstadt teilnehmen. Wer deckt die fiese Meerschweinchenentführung auf?
Auch grafische Literatur für Erwachsene findet sich in diesem Jahr verstärkt im Programm des Poetenfests: Der Erlanger Zeichner Michael Jordan stellt in einer Ausstellung und in einer Lesung gemeinsam mit dem Gitarristen Robert Lepenik seine neue Graphic Novel „Warum wir müde sind“ vor, Mawil präsentiert seine gefeierte Western-Hommage „Lucky Luke sattelt um“ und die diesjährigen Max und Moritz-Preisträgerinnen und -Preisträger Julia Bernhard, Anke Feuchtenberger, Lisa Frühbeis, @kriegundfreitag und Anke Kuhl lesen aus ihren prämierten Werken.

Auf der Kulturinsel Wöhrmühle, die in diesem Jahr gemeinsam mit dem Kulturzentrum E-Werk eigens eingerichtet wird, treten die Singer-Songwriter beim „Highlander Song Slam“ gegeneinander an und der klassische Open Air Poetry Slam zum Poetenfest präsentiert wieder einige der besten Literaturperformerinnen und -performer Deutschlands. Denis Scheck und Anne-Dore Krohn werden 250 Jahre Hölderlin feiern, Helmut Böttiger und Dirk Kruse anlässlich des 50. Todestags den jüdischen Dichter Paul Celan beleuchten, die Sängerin Dota wird mit ihrer Band ein Mascha Kaléko-Programm vorstellen und Nora Gomringer gemeinsam mit Jonas Timm und Philipp Scholz ihre Hommage an Dorothy Parker mit dem Titel „PENG PENG Parker“ nach Erlangen mitbringen.
Auch das Bayern 2-Büchermagazin „Diwan“ macht wieder in Erlangen Station und in Zusammenarbeit mit den Lamm-Lichtspielen wird eine Reihe von Literaturverfilmungen gezeigt.

Eine besonders wichtige Rolle wird in diesem Jahr der öffentliche Raum spielen. 
Wolf Böwig: 40.555 – der Kriegsfotograf rückt den Gewaltraum Europa auf Straßen und Plätzen Erlangens in den Fokus, indem er seinen Blick auf die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln und die Situation an den europäischen Außengrenzen richtet. In einem „Stationengespräch“ mit Marko Dinić berichtet er von seinen Erfahrungen.

Die Gesprächsreihe „Zäsur 2020 – Die Welt im Wandel“ findet ihre Fortsetzung in einer großen Plakat-Kampagne, zu der zehn Gestalterinnen und Gestalter eingeladen wurden. Von Katastrophen, Umbrüchen und Neuanfängen erzählen Fahnentexte in der Innenstadt, Stimmen aus 40 Jahren Poetenfest werden an überraschenden Orten zu hören sein, der Objekt-Künstler Ariel Doron
wird mit seinem Buch-Retter-Mobil unterwegs sein und die Künstlergruppe „Studio B11“ wird dem ehemaligen Landratsamt am Marktplatz neues Leben einhauchen.

Hauptveranstaltungsorte sind der Skulpturengarten Heinrich Kirchner am Burgberg, der Innenhof des Stadtmuseums, Wiesengrundstücke der Villa an der Schwabach, des Bürgertreffs Die Villa, die Kulturinsel Wöhrmühle, das Open Air Gelände An der Bleiche, der Redoutensaal, das Kulturzentrum E-Werk und die Lamm-Lichtspiele.

Im Freien angekündigte Veranstaltungen finden auch bei Regen statt. Es gibt in diesem Jahr keine Ausweichmöglichkeit in Innenräume!
Aus organisatorischen Gründen müssen in diesem Jahr für alle Veranstaltungen Eintrittskarten
erworben werden. Es wird dringend empfohlen, den Vorverkauf in Anspruch zu nehmen, da Tageskassen nur in Ausnahmefällen und bei Restkarten geöffnet werden.
Der Vorverkauf startet online und an den bekannten Vorverkaufsstellen am 6. August 2020.  

Weitere Informationen:
Das Programmheft mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sowie zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ab Mitte August an ausgewählten Vorverkaufsstellen und Buchhandlungen in der Region Erlangen, Nürnberg, Fürth, Bamberg zum Preis von 4,00 Euro erhältlich.



Freitag, 4. Januar 2019

Lifeguide Augsburg - jetzt als Buch erhältlich

Oekom Verlag
NEU

LIFEGUIDE  AUGSBURG
 - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region -

Wer in Augsburg Stadt, Land und Aichach-Friedberg nach Orten sucht, die helfen, ein zukunftstaugliches Leben zu führen, bekommt sofort ein Buch mit all diesen Orten an die Hand. Den „Lifeguide Augsburg - Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“ für Touristen, Neubürger*innen und alle interessierten Alteingesessenen.

“Über Nachhaltigkeit in unserer Region zu berichten ist inspirierend. Wir zeigen, welche positiven Ideen und Projekte es in unserer immer unübersichtlicher werdenden Welt gibt – und das direkt vor unserer Haustür. Und wir lernen Menschen kennen, die diese Lösungen bereits leben. Das macht Mut.“ sagt Cynthia Matuszewski, Autorin des Lifeguide-Reiseführers und Chefredakteurin des Lifeguide Augsburg

Das Buch stellt eine Region vor, in der nachhaltiges Denken, Leben und Handeln immer weiter erstarkt.
Wo unverpackt und plastikfrei eingekauft werden kann und nachhaltige Mode entsteht.
Wo Stadt- und Landwirte gemeinsam säen und ernten und soziale und interkulturelle Projekte Menschen einander näher bringen.
Wo Nachhaltigkeit gemeinsame Sache ist.

Bei der spannenden Tour zu mehr als 200 nachhaltigen Orten in Augsburg und seinem Umland und lernen Sie Menschen kennen, die neue Wege gehen – in eine lebenswerte Zukunft!

Fünf nachhaltige Stadtrundgänge

Viele Menschen suchen nach Lösungen, wie sie ihren Alltag umweltverträglicher gestalten können. Im Internetportal Lifeguide Augsburg finden sie bereits seit 2016 Antworten auf ihre Fragen. Seit zwei Jahren informiert das werbefreie und nicht kommerzielle Internetportal über nachhaltiges Leben in Augsburg und in der Region.

Fünf Stadtrundgänge und eine Radtour führen die Leser*innen zu Orten in Augsburg, an denen nachhaltig gelebt, gearbeitet, produziert, repariert oder wiederverwertet wird.
Mit rund 200 Geschäften, Restaurants, Initiativen, Sehenswürdigkeiten und einem Kalender mit Nachhaltigkeitsterminen in Augsburg ist der „Lifeguide Augsburg“ eine Informationsquelle für alle, die nachhaltiger leben möchten, die sich auf neue Einkaufsmöglichkeiten und Geheimtipps freuen, die junge Geschäftsideen unterstützen wollen oder die neugierig auf Neues sind.

“Mit diesem handlichen Buch findet jeder schnell das passende nachhaltige Angebot. Das stärkt das nachhaltige Augsburg und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind." Sylvia Schaab, Autorin des Lifeguide-Reiseführers, Redaktion Lifeguide Augsburg.

Es sind die Menschen, die Augsburg und die Region nachhaltig machen!

“Viele Menschen sind überrascht, wenn sie hören, wie viele Orte in Augsburg nachhaltige Angebote machen. Ich freue mich, dass wir diese nun auch in einem Buch darstellen konnten - für Augsburger*innen und für Besucher*innen.“  Torsten Mertz, Autor des Lifeguide-Reiseführers, Redaktion Lifeguide Augsburg

Das Buch stellt außerdem Menschen aus Augsburg vor, die in ihrem Leben bereits nachhaltige Ideen verwirklicht haben, die ihnen besonders am Herzen liegen. Sie setzen sich für plastikfreies Leben ein, betreiben umweltfreundliche Landwirtschaft oder gehen neue Wege des gemeinsamen Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens.

In neun Kapiteln zeigt das Buch „Lifeguide Augsburg – Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“, wie gut nachhaltiges Leben in unserer Region funktioniert.


“Augsburgs Nachhaltigkeitsprozess genießt bundesweit Aufmerksamkeit. Gerade eben erst ist er als eines der vier innovativsten und wirksamsten Transformationsprojekte in Deutschland vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung ausgezeichnet worden. Klar, dass wir da gut dieses Buch machen können, ja: müssen!“ Dr. Norbert Stamm,  Autor des Lifeguide-Reiseführers, Lifeguide Region Augsburg e. V.


Lifeguide Augsburg- Nachhaltig unterwegs in Stadt und Region“
Paperback
mit vielen Farbbildern, Stadtteilpläne
180 Seiten
1.Auflage 2019
nur Euro 9,80 Euro / Euro 10,20 Euro (A).


Mittwoch, 13. Juni 2018

Illustration - Modenschau der B5 Modeschulen Nürnberg


Die B5 Modeschulen Nürnberg haben letzten Samstag zur Modenschau “Illustration“ eingeladen.


Aufgeregte Schüler warten hinter der Bühne, aufgeregte Lehrerinnen laufen auf der Bühne hin und her und gespannte Familien, Freunde, Lehrer und Schüler sitzen vor der Bühne und freuen sich auf eine unterhaltsame Show. Schon die erste Aufführung um 11 Uhr ist bis auf den letzten Platz in der Turnhalle der Schule in der Reutersbrunnenstraße besetzt.

Tag der offenen Tür und Verkauf
Schulleiterin Gisela Schlenk begrüßt Ehrengäste der Stadt, ehemalige Lehrer, Vertreter des Amtes für internationale Beziehungen, des Verbands der Textil- und Bekleidungsindustrie, die Geschäftsführerin des Fachverbandes deutscher Floristen, Sponsoren und Vertreter der Wirtschaft, wie S.Oliver (Rottendorf), Création Gross (Hersbruck) oder JOY Sportswear (Ottensoos b. Nürnberg) und bedankt sich für das Engagement der Teilnehmer, bei Verwaltung, Sicherheit, Tonstudio und Technik. Sie erkennt an, dass es „viel Arbeit und Energie braucht“, um eine Modenschau „auf die Beine zu stellen.“
Sie eröffnet den „Tag der offenen Tür“ und weist auf die Möglichkeit zum Kauf der gezeigten Schulkollektion in den oberen Etagen sowie auf das Schülercafé hin. Die Schürzen für das
Schülercafé wurden von den Schülerinnen selbst entworfen und genäht.

Tanzen überwindet Grenzen
Den Eingang und das Foyer der Schule haben Schüler der Klassen für florale Gestaltung mit Arrangements aus Sonnenblumen dekoriert.
„Tanzen überwindet Grenzen“ steht auf den roten T-Shirts der Schüler und Schülerinnen der Integrationsklasse, die vom Performance Pilates Studio Nürnberg und dem deutsch-amerikanischen Institut bei ihrem Tanz „Elektroswing“ unterstützt werden und zur Modenschau überleiten.

Tanzen überwindet Grenzen (Copyright B. Agada)

Thema der Modenschau
Eine „Illustration“ ist ein texterläuterndes Bild. Wie erklärt man Illustration und Mode ?   Ulrike Horneber erläutert das Thema der diesjährigen Modenschau.
Eine Illustration in der Mode ist die technische und kreative gestalterische Beschreibung historischer Besonderheiten. Vor 50 Jahren wurde der Modesommer 1968 durch Bikinis mit Plastikblumen dargestellt. Neu war transparente Mode, die zwar viel gekauft, aber kaum getragen wurde. Die Einführung der Damenhose war 1968 der „absolute Renner und ab da ein fester Bestandteil jeder Modekollektion“. Sie war von oben bis unten sehr weit geschnitten und wurde mit hohen Schuhen und Blockabsätzen getragen. An der Herrenmode gingen die Veränderungen der 1968er fast vorbei, nur Stulpenhosen und große bunte Krawatten wurden auffällig. Die Jugend hatte mit den neuen Trends kein Problem, sie trug, was gefiel.
Modeillustration heute, 50 Jahre später, ist eine „zeitgenössische“ Bekleidung, die weit über 2018 den Geschmack beeinflussen soll, meint Ulrike Horneber, die neue Leiterin des Amts für Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg.

Tolle Auftritte und begeisterter Beifall
Ruhige Geigenklänge, live gespielt, begleiten zwei Künstlerinnen, die auf großen Papierwänden kreativ Modelle zeichnen. 

Copyright A.Agada
Copyright B.Agada


Und dann treten die Schülerinnen der 11. Klasse auf und präsentieren Schulkollektion. 

First Design (Copyright B.Agada)
First Design (Copyright B.Agada)


Die bekleidungstechnischen Assistentinnen zeigen mit „Crazy Pockets“ ihre Ideen für blaue Jeansröcke mit lustigen aufgesetzten Taschen und Applikationen. Dazu tragen sie weiße Oberteile. 

Crazy Pockets  (B.Agada)

Das Thema der Änderungsschneider ist „Märchen“. Es treten Königin, Prinzessin, Jägerin, Rotkäppchen und weitere Figuren auf und zeigen sehr phantasievolle Modelle.

Märchen (A.Agada)

Märchen (B.Agada)
Märchen (B.Agada)


Die Facharbeiten der 12. Abschlussklassen in diesem Jahr sind individuelle Kreationen für aufwendig verarbeitete Jacken und Mäntel. 

Besonders interessante Blickfänge sind dabei ein roter langer Mantel mit Einlagen aus chinesischem Seidenstoff, 
Facharbeit (A.Agada)

ein grauer Kurzmantel mit schwarzen Spitzen am Ärmel und in der Taille, 

Facharbeit (A.Agada)

ein gemusterter Mantel mit Kunstfellbesatz 

Facharbeit (A.Agada)
Facharbeit (A.Agada)




















und die elegante Jacke aus blauem Walkloden im oberen Teil und dem gemusterten japanischen Baumwollstoff im unteren Teil und am Kragen im Kimonostil. 

Facharbeit (Copyright Cynthia Matuszewski)

Extra Applaus erhielt die Kreation einer dunklen Jacke mit einem Kirchenfenster auf dem Rückenteil, das im Dunkeln leuchtete.
Man kann sich beim Anblick der verschiedenen Kleider, Hosen, Röcke, Jacken und Mäntel gut vorstellen, dass die Schülerinnen und Schüler sich sehr viele Gedanken über eine besondere Note in ihrer genähten Mode und ihrer Präsentation machten.

Facharbeit 12. Abschlussklassen (B.Agada)

Insgesamt wurden die Arbeiten mit begeistertem Beifall honoriert. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass alle Schülerinnen und Schüler eine Arbeit in der Modebranche finden werden.




Sonntag, 20. Mai 2018

NEU: Unheimliche Orte in Deutschland, Rezension

Frederking & Thaler
Rezension

Henning Aubel (Hrsg.)

Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland   
 Schaurige Plätze und ihre Geschichten

Möchten Sie Deutschland von seiner mysteriösen Seite kennen lernen, sollten Sie zu diesem interessanten Buch greifen. Bald beginnt die Urlaubszeit und Deutschland ist nach wie vor ein beliebtes Reiseziel. Abenteuer kann man auch hierzulande erleben und warum sollte es nicht einmal unheimlich und spannend werden ?

Von Nord nach Süd und West nach Ost werden Felsen, Seen, Ruinen, Kapellen und Keller mit „Gruselgeschichten“ vorgestellt.
Das Autorenteam begab sich auf Reisen und entdeckte spannende Plätze und einsame Orte mit Legenden und Sagen.

Man kennt die Geschichte der Loreley am Rhein, aber kennen Sie auch die „wilden Fräuleins von Hindelang“ oder das „Land der Hexen und Gespenster“? Die Harzer Brockenhexen sind einem schon eher geläufig, aber die wilden Fräuleins, die sich mit den Männern vor Ort einließen und deren Namen man nicht suchen sollte, kennen wahrscheinlich mehr die „Insider“ im Allgäu.

Wer in Norddeutschland zur Schule gegangen ist, hat bestimmt die Moorleichen im Schleswiger Museum besucht oder kennt die Geschichten der sagenumwobenen Stadt Rungholt, das Atlantis der Nordsee.
Oft werden ungewöhnlichen Felsbrocken oder bizarren Bergformationen Legenden angeheftet. In diesem Buch geben die Sagen über die Watzmannfamilie im Berchtesgadener Land, die Externsteine im Teutoburger Wald, die gewaltigen Findlinge der Visbeker Formation „Braut und Bräutigam“ bei Oldenburg oder der „Boitiner Steintanz“ bei Bützow gute Beispiele davon ab.

Auch beklemmend wirkende Orte werden beschrieben. Sie sind weniger von Legenden umwoben, als vielmehr von bitterer Realität - sie haben mit Krieg zu tun. Hier sei das U-Boot 995 bei Laboe an der Ostsee erwähnt, heute zur Besichtigung freigegeben, ebenso der Regierungsbunker im Ahrtal oder die „gigantische Ferienanlage“ Prora auf Rügen. Sie sollte gleichzeitig 20.000 Urlaubern Platz bieten. Die acht Betonbauten geben ein Beispiel „nationalsozialistischer Architektur“ ab. Doch Urlauber kamen keine, der 2. Weltkrieg war ausgebrochen. Der Bunker im lieblichen Ahrtal liegt versteckt zwischen Weinbergen und Wäldern. Etwa dreitausend Menschen der Staatsregierung sollten bei einem Kriegsausbruch rund einen Monat ausharren können. Ein beklemmendes Gefühl bekommt man schon beim Durchgehen durch das sehr schmale Innere des U-Boots, das am Strand von Laboe steht, wie war es wohl dann für die Matrosen unter dem Meer ?

Nichts für schwache Nerven ist der schmale Weg durch die dunkle Höllentalklamm bei Grainau im Wettersteingebirge, der nur im Sommer begehbar ist. Doch am Ende wartet ein weiter Blick auf die Zugspitze und den Höllentalferner. Auch die Pollingsrieder Kapelle am Starnberger See soll in früheren Zeiten ein schauriger Ort mit Geistern und Höllenhunden gewesen sein.

Auf über 220 Seiten haben die vier Autorinnen und Autoren 51 Geschichten und Informationen zusammengetragen und herausgegeben. Jeder sagenumwobenen Ort wird auf drei Seiten mit kleinen Bildern beschrieben, dem ein großformatiges Bild und ein Kartenausschnitt vorangestellt wurden. Ein Register Bild- und Textnachweis und eine Vorstellung der Autorinnen und Autoren schließen das schöne Buch ab.

Autorenteam:
Henning Aubel, Sabine Durdel-Hoffmann, Dr. Petra Gallmeister, Brigitte Lotz

Fazit:
Wenn Sie in Deutschland auf Reisen gehen, nehmen Sie am besten das Buch mit. Es ist spannend geschrieben und auf dem Kartenausschnitt ist der mysteriöse Ort umrahmt, so dass Sie ihn finden. Vielleicht wohnen Sie in der Nähe, warum nicht mal einen Ausflug zu einem der Plätze unternehmen und den Kindern die geheimnisvollen Stätten zeigen ? Das „Buch der unheimlichen Orte in Deutschland“ ist auf jeden Fall lesenswert und wird sehr empfohlen.


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Henning Aubel
Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland
Hardcover, ca. 140 Abbildungen
Format 19,3 x 26,1 cm
224 Seiten
1.Auflage März 2018

Euro 25,99  inkl. MwSt.   hier kaufen

Samstag, 20. August 2016

Rezension "Echt Bayern" ein gelungenes Erlebnismagazin

Echt Bayern - dlv

ECHT  BAYERN

Ein Erlebnismagazin sticht aus den bunten Zeitschriftentiteln am Kiosk heraus. Im typisch bayerischen Weiß-Blau erscheint das „Echt Bayern“-Heft für Juli/August zum Entdecken, Erleben und Genießen.
Da der Urlaub in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen hat, antworten die Reisemagazine entsprechend und stellen Deutschland in den Fokus. So auch der Deutsche Landwirtschaftsverlag mit Echt Niedersachsen und Echt Bayern, die 2016 mit je sechs Ausgaben im Jahr erscheinen.
Die Kapitel Bayern entdecken, Bayern erleben und Bayern genießen enthalten Beiträge zu Reise, Kultur, Mode, Architektur, Sport, Freizeit, Garten und Gastlichkeit.

Junges, echtes Bayern

Was macht „Echt Bayern“ interessant? Die jungen Leute auf den Bildern fallen auf. Sie sitzen auf Rindern, wenn am 28. August das sechste Ochsenrennen in Münsing startet. Sie stehen auf den Brettern der neuen Trendsportart Stand-up Paddling. Sie arbeiten auf der Alm wie Leni Wittmoser, eine der selten gewordenen jungen Sennerinnen.
Diese jungen Menschen zeigen das Gesicht des modernen Bayern mit spritzigen Ideen, wie die des Brauers Markus Hoppe mit seinem „Wuiden Bier“, die Brillengestelle aus Holz von Klaus und Ludwig Hertkorn, die „Mode made in Bayern“ von Caroline Lauenstein, die sich mit fünf weiteren Modeherstellern das Qualitätssiegel teilt. Die „Rockmacherin“ produziert Trachtenröcke, ihre Kollegen Dirndl und Strickwaren. „Mode made in Bayern“ steht für Produktion in Bayern, sichert Arbeitsplätze, stärkt die regionale Wirtschaft, z.B. durch kurze Transportwege und erhält die Tradition des heimischen Handwerks. Die Mode ist sehr gut verarbeitet, teils von Hand gestrickt, die hochwertige Qualität der Stoffe und Garne rechtfertigen den höheren Preis. Die Jacken, Pullover, Röcke und Dirndl werden nicht nur von Traditionsbewussten, sondern auch von „Alternativen“ getragen. „In Bayern ist es einfach ein Ausdruck des Sich-Verbunden-Fühlens mit dem Land, den Leuten und der Kultur. Darin liegt eine gewisse Sehnsucht nach den Wurzeln, die unsere Gesellschaft nötig hat“, meint Caroline Lauenstein.

Holz - vom Alphorn zum Baumwipfelpfad

Was kann man aus Holz herstellen? Beispiele in diesem Magazin sind Brillengestelle, Fahrradrahmen, aber auch Alphörner oder den Turm des Baumwipfelpfads im Bayerischen Wald - „Das Ei“ und die Spazierwege in 15 bis 18 Metern Höhe. Aber nicht nur in Neuschönau kann man zwischen Bäumen spazieren gehen, auch in Sankt Englmar, in Scheidegg im Allgäu und im neuesten „Höhenweg“ im Steigerwald bei Ebrach. Die Idee von Baumwipfelpfaden ist, den Wald aus einer erhöhten Perspektive erlebbar zu machen, eine neue Sichtweise, die vom Boden aus nicht möglich ist. Natürlich werden die Wege, die der Spezialist Josef Stöger plant, aus heimischen Hölzern hergestellt. Ein schönes Erlebnis.

Tomaten - eine Leidenschaft

Tomaten gehören zum Sommer und zum Leben von Irina und Ulrich Zacharias, die in der Nähe von Regensburg den Blattenhof zur Tomatenoase umgestaltet haben. Mehrere hundert Sorten bauen die beiden an. Daneben werden Chili, Kräuter, Paprika und Zucchini angebaut und vermarktet. Die Führung ist eine „gelungene Mischung aus Theater und Weinprobe“ meint die Reporterin Elisa Holz bei Ihrem Besuch. „Der Garten ist einer der wirksamsten Antidepressiva überhaupt“ bemerkt die Psychologin Irina Zacharias und steuert zum Thema Tomaten ein Buch über ihre Leidenschaft mit Wissenswertem über Tomaten und 90 Rezepten bei.

Der Traum von Macbeth im Regen

Wer kennt ihn nicht, den Schauspieler und Regisseur Michael Lerchenberg, der beim berühmten Starkbierfest am Nockherberg den langjährigen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber sehr erfolgreich dargestellt hat? Er ist Intendant der ältesten Naturbühne Deutschlands auf der Luisenburg in Wunsiedel. Sein Traum wäre die Inszenierung von Shakespeares Macbeth, am liebsten wenn es regnet, damit die düstere Stimmung passt, „Nebelschwaden durch die Bäume ziehen und Hexen aus den Felsspalten kommen“. Vorerst freut er sich über die vielen Zuschauer aus nah und fern, die seine Stücke wie „Blues Brothers“ als Musical, „Die Bluthochzeit“ von Garcia Lorca und andere Volksschauspiele zeigen, die nicht nur Unterhaltung sondern auch einen Bildungsauftrag im Sinn haben. Die Bühne hat bereits Goethe oder Jean Paul angezogen und heute kommen Zuschauer aus München nach Wunsiedel.

Informative Beilagen

Als Beilage enthält „Echt Bayern“ einen Veranstaltungskalender zum Herausnehmen mit ausgesuchten Terminen, wie die Fahrt mit der historischen Bahn zum Biersommelier am 21. August nach Ebermannstadt, das Erlanger Poetenfest vom 25. bis 28. August mit Lesenachmittagen im Schlossgarten und Diskussionen über die neuesten Bücher, das Open-Air-Fest „Pop am Fluss“ in Schwabmünchen am 26. August und „Klassik am See“ in Achselschwang am 28. August.

Außerdem gibt es ein Heftchen im Heft mit „Bayerns schönsten Berghütten“ in Franken, im Allgäu, in Ober- und Ostbayern, die nicht nur in den Alpen sondern auch im Fichtelgebirge oder im Bayerischen Wald zur Einkehr einladen. Auch ein Kreuzworträtsel und eine Kolumne fehlen nicht.

Fazit:
„Echt Bayern“ ist eine sehr schöne und gelungene Mischung aus aussagekräftigen Bildern, reichlichen Informationen und lesenswerter Unterhaltung, die zum Entdecken von Bayern in seiner ganzen Vielfalt einlädt. Vielen Dank für dieses neue Erlebnismagazin.
Die nächste Ausgabe erscheint am 15. September mit Beiträgen über Trüffel, Bogenschießen und Rucksack-Test. Wir freuen uns darauf.

Echt Bayern
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